Kurzkritik [1] – Ihre Meinung [2] – Ausführliche Besprechung [3] – Infos [4]
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Inhalt:
Künstlerleben, literarische Arbeit und Welterfahrung sind nicht voneinander zu trennen. Darüber geben zehn Autorinnen und Autoren Einblicke in ihr Verständnis von Leben und Schreiben: Brigitte Kronauer, Peter Kurzeck, Katja Lange-Müller, Clemens Meyer, Hanns-Josef Ortheil, Ingo Schulze, Uwe Timm, Wolf Wondratschek, Feridun Zaimoglu, Juli Zeh.
Kurzkritik:
In einer Zeit, in der wir uns mit (hauptsächlich wiedergekäuten) Häppchen-Interviews zufrieden geben müssen, sticht so ein Buch naturgemäß hervor: Der Germanist und Redakteur Wend Kässens hat sich ausführlich mit zehn AutorInnen unterhalten.Kässens hat keine intimen Gespräche à la André Müller geführt, aber auch keine Routine-Interviews. Er war nicht nur exzellent vorbereitet, sondern er kennt die AutorInnen und auch ihre Werke.
Gibt Auskunft, macht neugierig
In einer Zeit, in der wir uns mit (hauptsächlich wiedergekäuten) Häppchen-Interviews zufrieden geben müssen, sticht so ein Buch naturgemäß hervor: Der Germanist und Redakteur Wend Kässens hat sich ausführlich mit zehn AutorInnen unterhalten.
Kässens hat keine intimen Gespräche à la André Müller geführt, aber auch keine Routine-Interviews. Er war nicht nur exzellent vorbereitet, sondern er kennt die AutorInnen und ihre Werke auch; mehr noch: es hat den Anschein, er hat ihren Werdegang mitverfolgt.
Gibt Auskunft
Aus den Ergebnissen mag nun jede/r ziehen, was er sie oder er will. Sie geben jedenfalls Auskunft über das Generalthema: wie hängen Leben und Schreiben zusammen?Für mich war interessant festzustellen, dass ich mit den Aussagen jener SchriftstellerInnen weniger anzufangen vermochte, deren Werke ich nicht so sehr mag. Und dass ich umgekehrt gerne las, was diejenigen berichteten (und wie sie es sagten), deren Werke mir irgendeine Form von Freude bereitet haben.
Macht neugierig
Ich habe auch AutorInnen „kennengelernt“, von denen ich noch nichts gelesen hatte und deren Interviews mich neugierig gemacht haben auf ihre Bücher. Und ich denke, so ähnlich wird es vielen gehen.Grundsätzlich aber wird man aus den Gesprächen erfahren, dass es keine „richtige“ Methode gibt, als SchriftstellerIn zu leben. Alle GesprächspartnerInnen haben ihre eigene, ganz persönliche entwickelt.
Und ich hüte mich davor, irgendetwas aus den Interviews verknappt wiederzugeben. Es wäre schade, dieses – LeserInnen und gewiss auch AutorInnen – bereichernde Buch zu nichts sagenden Häppchen zu reduzieren.
Von Werner Schuster
Infos:
Mehr über Wend Lässens [6] bei Wikipedia.